packliste backpacker

Wir reisen als Backpacker mit ausgefeilter Packliste. Was wir nicht wollten, ist dem Käfersyndrom erliegen. Fällt der Backpacker um, kommt er ohne fremde Hilfe nicht mehr hoch. Duck und weg…

Wir haben uns jedenfalls den gemäßigten Minimalisten angeschlossen und reisen mit bordgepäckfähigen Rucksäcken.

Der Kampf um Gramm und Volumen ist eröffnet! Dafür braucht Frau und Mann neben dem Mut zum Weglassen auch moderne Reiseausrüstung. Von Indien im Winter bis Regenzeit wird uns vieles begegnen. Die Packliste ist nach Anwendungen aufgeteilt:

Bekleidung

  • 3 Unterhosen
    Merinowolle riecht deutlich langsamer und ist sehr leicht.
  • 3 Paar Socken
    Zwei davon aus in der Faser imprägniertem Material. Da unten stechen Blutsauger besonders gerne.
  • 3 Shirts
    Materialkombinationen auf Basis von Merinowolle, Seide oder Leinen sind ideal nicht nur für tropische Gefilde. Hier durchaus mal abseits der üblichen Globetrotterausrüster suchen, das spart Geld.
  • 1 Hemd
    Moskitofestes Material ist in der Regel eine Mischung aus Baumwolle und Kunststoff, so eng gewebt, das Mücken nicht hindurch stechen können. Hellen Stoff wählen, warm wird euch auch so… Bei Kurzzeitreisen gehen auch in der Faser imprägnierte Stoffe, diese sind allerdings immer 100%ige Kunststoffhemden, die für wirklich heiße Regionen nicht geeignet sind.
  • 2 Hosen
    Aus moskitofestem Material, helle Farbe, das Material ist unverwüstlich und von tropisch bis gemäßigt perfekt.
  • 1 Fleecejacke
    Ideal für alle Gegenden, wärmt gut und trocknet schnell. Gerne mit Hardshell gegen Regen und Wind. Da die Dampfdurchlässigkeit von Gorotex bei hohen Außentemperaturen nicht funktioniert kann es auch eine beschichtete, einfachere Jacke sein.
  • 1 Hut
    Kein Basecap, er muss Schatten ringsum geben! Kein Strohhut, der überlebt das Zusammenlegen im Gepäck nicht lange.
  • 1 Schirm
    Klein und robust ist top. Ihr glaubt gar nicht, wie häufig der Regenschirm als Sonnenschirm gute Dienste leisten kann. Bastelt Euch eine Befestigung am Rucksack, das hält die Hände frei, solange es nicht stürmt, geht das prima.
  • 1 Paar knöchelhohe Schuhe
    Nehmt die Waage mit in den Laden, beim Gewicht am Fuss zählt jedes Gramm vielfach. Die Globetrotterausrüster verkaufen gerne die soliden Stiefel mit entsprechendem Gewicht. Prima zum vererben, bei hohem Körpergewicht oder extremen Gelände völlig richtig, in allen anderen Fällen tun es die einfacheren, leichteren, preiswerteren besser. Bedenkt auch – es wurden schon Sherpas im Himalaya Basislager mit FlipFlops gesehen und die wissen was geht.
  • 1 Paar FlipFlops
    Auch hier aufs Gewicht achten, manche Exemplare haben gefühlt Bleieinlagen.

Schlafen
Auch wenn der Backpacker meist in Ho(s)tels schläft, kann eine kleine Schlafausstattung nicht schaden. Wer wandern möchte oder etwas unabhängiger sein will sollte sich die folgenden Dinge einmal anschauen:

  • 1 Isomatte
    Die Grundsatzentscheidung zwischen selbstaufblasenden Matten und Schaumisomatten steht an. Deutlich bequemer sind die selbstaufblasenden Matten, die es in verschiedensten Dicken gibt. Leichter, viel preiswerter und wesentlich robuster sind Schaumisomatten, die auch am Strand oder auf Felsen gute Dienste leisten. Wer die selbstaufblasenden Matten nicht vor scharfkantigem Untergrund schützt, schläft bald sehr, sehr hart.
  • 1 Moskitonetz
    Auch bei reinen Hotelaufenthalten in Blutsauger reichen Gegenden extrem wichtig. Ein Stich kann einer zuviel sein! Das Moskitonetz sollte sich einfach aufhängen lassen, groß genug sein, dass beim Schlafen keine Körperteile direkt am Netz anliegen und imprägniert sein. Bei der Maschenweite liegt der Kompromiss zwischen dem Kommentar der Mücken “ Mist, ich passe nicht durch“ und dem Wunsch des Schläfers ein wenig (Ventilator-) Wind noch zu spüren.
  • 1 Inlet für Bett
    Bei hygienisch zweifelhaften Betten ist ein imprägniertes Inlet eine gute Versicherung gegen ungebetenen Bettwanzenbesuch. Aus Seide gefertigt ist es enorm klein und leicht, allerdings auch recht empfindlich. Am besten mit Strümpfen schlafen, scharfe Zehennägel können schnell Risse verursachen.
  • 1 Schlafsack
    Besonders kompakte und leichte Schlafsäcke haben eine Daunenfüllung. Diese belohnt dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit mit Schimmelbildung. Es gibt Hersteller, die imprägnieren ihre Daunen dagegen, sehr empfehlenswert bei feuchtwarmen Klima.

Medikamentenliste
Eine umfangreiche Medikamententasche beruhigt die Nerven, kostet aber viel Geld und Gewicht. Grundsätzlich sollte jeder das mitnehmen, was er auch zu Hause braucht. Nach vielen Diskussionen mit Ärzten und mit unserer Reiseerfahrung haben wir außerdem für folgendes entschieden:

  • Reisekrankheit
    Üblich sind Reisetabletten wie Vomex, die preiswert sind, allerdings schläfrig machen. Nicht müde machend und hochwirksam ist ein Pflaster, das hinter das Ohr geklebt wird. Scopoderm ist unsere Wunderwaffe! Scopoderm ist verschreibungspflichtig und mit etwa 30 Euro für 5 Pflaster enorm teuer. Vorsicht: Ab etwa 2 Tagen Nutzungsdauer stellen sich Nebenwirkungen ein – die Sehfähigkeit lässt nach. Das verschwindet nach Entfernen des Pflaster aber nach etwa 1 Tag wieder. Unser Urteil: Extrem empfehlenswert!

    Antibiotikum
    Ein Antibiotikum gegen Erkältungsfolgen und bei Magen-/Darmproblemen sollte dabei sein. Beides sind Erfahrungsgemäß die häufigsten Anwendungesfälle auf Reisen.
    Erkältungen: Doxycyclin
    Allweckwaffe bei allen bakteriellen Folgen einer Erkältung z.B. Lungen-, Mittelohr- und Stirnhöhlenentzündungen. Darüber hinaus Notfallmedikament für Malaria. Unser Urteil: Extrem empfehlenswert!

    Fortsetzung folgt!

2 thoughts on “packliste backpacker”

  1. Eine kleine Taschenlampe darf nicht fehlen! Hat mir gute Dienste in Costa Rika und in Peru erwiesen. Alle Repellenten im entspr. Land kaufen. Weiter Gute Reise !

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