Dschungeltempel Ta Prohm

Einer sollte so bleiben. So, wie sie alle Tempel vorfanden, überwuchert vom Dschungel, eingefallen und unendlich romantisch.

Die französischen Forscher wählten den Tempel Ta Prohm aus, sicherten nur die gefährlichen Stellen und sorgten für einen Zugang. Das war Ende des 19. Jhd.. Heute macht die in ganz Angkor um sich greifende Wiederaufbauarbeit auch vor Ta Prohm nicht halt; die ersten Gebäude im Eingangsbereich sind schon rekonstruiert. Auch mussten inzwischen einige Bäume gefällt werden, weil sonst weitere Gebäudeteile eingestürzt wären.
Im Inneren Ta Prohms ist der Eindruck des schlafenden Tempels noch spürbar. Riesige Bäume wachsen auf den Gebäudeteilen, Wurzeln schlängeln sich aus Mauerritzen hervor, Grün überzieht die Steine in ungezählten Variationen.
Ta Prohm wurde, wie Angkor Tom, von Jayavarmann VII als Klosteranlage erbaut und seiner Mutter gewidmet. Inschriften nach gehörten über 3000 Dörfer zu dem Kloster und sorgten für den Unterhalt von über 5.000 (andere Zahlen sprechen von 12.000) Priestern, Beamten, Assistenten und Tänzerinnen. Die Dimensionen dieser Zahlen beeindrucken noch heute, zumal Ta Prohm auch wegen seiner verwinkelten Struktur gar nicht so groß wirkt. Wer allerdings die gut 4 km langen Außenmauern zu Fuss umrundet, bekommt ein Gespür für die Größe…
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Das schönste Tempelerlebnis bietet sich dem Reisenden frühmorgens oder zum Sonnenuntergang. Abends sind nur noch wenige Besucher da, am frühen Morgen, gegen 5 Uhr, wenn die Tempel eigentlich noch nicht geöffnet sind, aber auch keine Wächter da sind, kann man mit Glück einen Tempel ganz für sich alleine haben.
Unsere Anfahrt mit dem Fahrrad aus einem günstig gelegenen Hotel in Siem Riep dauert ungefähr 50 Minuten. Das liegt zum einen sicher an den suboptimalen Rädern, aber vor allem an der enormen Ausdehnung von Angkor. Die meisten Touristen nehmen daher ein Tuk Tuk oder buchen gleich eine motorisierte Rundfahrt, in deren Verlauf auch Ta Prohm angefahren wird.
Neuzeitlichen Ruhm erlangte Ta Prohm auch durch den Film Tomb Raider, für den einige Szenen im Tempel gedreht wurden.
Für 2017 wird es einen großformatigen Foto-Kalender mit Bildern aus südostasiatischen Tempeln geben, einen kleinen Vorgeschmack liefern die beiden Bilder hier. Bei Interesse bitte einfach einen Kommentar oder eine Email schicken.

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